Im folgenden finden Sie die Haus & Grund Meinung zu "dies und das" aus den Bundes- und Länderparlamenten sowie aus den Bremer und Bremerhavener "Amtsstuben".

Aktueller Klartext - Bürgerschaftswahlen am 26. Mai 2019 in Bremen

Wahlkampfgetöse „Mietenwahnsinn“

In Wahlkampfzeiten versuchen die Parteien möglichst Stimmung für ihre vermeintliche Wählerschaft zu machen. Das ist verständlich. Da wird auch in der einen oder anderen Situation nicht ganz so genau hingeguckt, ob das, was so mancher Politikermund verlautbaren lässt, auch den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht. Das wiederum ist unverständlich, gelegentlich sogar unanständig.

Natürlich ist die Gruppe der 36,4 Millionen Menschen, die in Deutschland zur Miete wohnen ein interessantes Wählerpotenzial. Hier wird dann gerne mit provozierenden Begriffen wie „Mietenwahnsinn“, „unbezahlbarer Wohnraum“ oder dem Gedanken an Enteignung der Wohnungseigentümer aufgewartet. Die Parteien, die diese Strategie verfolgen übersehen aber, dass der Großteil der Mieter sehr zufrieden mit den Mietverhältnissen ist und keineswegs unter überhöhten Mieten leidet.

Gerade in Bremen – und hier insbesondere Bremen-Nord - sowie Bremerhaven, wo in manchen Stadtteilen noch Mieten beginnend bei Euro 4,60 pro Quadratmeter gezahlt werden, ist die Klage über zu hohe Mieten und Mietenexplosion deplatziert. Selbst die Durchschnittsmiete in Höhe von Euro 7,50 dürfte bei anderen Großstädtern ein müdes Lächeln hervorrufen.

Eine große Belastung sowohl für Eigentümer als auch Mieter sind die hohen Wohnnebenkosten, die durch die Politik beeinflusst werden können, wie z.B. die Grundsteuer sowie die Müll- und Abwassergebühren.

Die Politik sollte lieber die wichtige Rolle der privaten Vermieter in unserem Land herausstellen. Sie sollte nicht immer wieder versuchen, durch knebelnde Gesetze und Verordnungen das auskömmliche Vermieten unmöglich zu machen. Diese privaten Eigentümer, die Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen den Familien, Studenten und Rentnern zur Verfügung stellen. Diese privaten Eigentümer, die nahezu 80 Prozent des Wohnraums in Bremen und Bremerhaven zur Verfügung stellen. Diese privaten Eigentümer, die für die Instandhaltung und Modernisierung der Wohngebäude auf auskömmliche Mieten angewiesen sind.

Wir fordern daher die Politik und die öffentlichen Vertreter auf, bei den aktuell überhitzten Debatten zurück zu Augenmaß und Vernunft zu finden. Der soziale Frieden zwischen Vermietern und Mietern sollte nicht durch einseitige Hetzkampagnen gestört werden.

Liebe Mitglieder, Wählerinnen und Wähler, am 26. Mai 2019 finden in Bremen die Bürgerschaftswahlen statt. Dies ist der Zeitpunkt, an dem Sie ihren Interessenvertretern Ihre Stimme geben können. In dieser Ausgabe finden Sie die Antworten der Parteien auf unsere Fragen zur Wohnungspolitik in Bremen und Bremerhaven.

Wir würden uns freuen, wenn Sie am Tag der Wahl wählen gehen und Ihr Kreuz bei der Partei machen, die die Interessen der privaten Eigentümer ehrlich und mit Engagement vertreten.

Ihr Heinrich Schnaue,
1. Vorsitzender Haus & Grund Bremen-Nord e.V.

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