Steigerung um sieben Prozent

Bremer Bürgerinnen und Bürgern droht erneut Abfallgebührenerhöhung

Bremerinnen und Bremer müssen sich voraussichtlich ab Januar auf noch höhere Müllgebühren einstellen. Die Müllgebühren werden im Schnitt um rund sieben Prozent steigen. 

Die Umwelt-Deputation hat eine entsprechende Vorlage mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken beschlossen. Einzig CDU und FDP stimmten dagegen. Die Bestätigung der Bremischen Bürgerschaft stand zum Redaktionsschluss unseres Haus & Grund-Magazins noch aus.

Kosten im Vergleich höher

Die Kosten für die Müllabfuhr müssen nicht hoch sein, sind es aber in Bremen im Vergleich mit anderen Städten. Dieses Ergebnis wird durch eine Studie, die der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland im vergangenen Jahr erstellen lassen hat, unterstrichen. In der Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag von Haus & Grund Deutschland erstellt hatte, wurden die Kosten der Müllabfuhr für eine vierköpfige Familie, unter Berücksichtigung des Abholrhythmus und des Serviceumfangs, miteinander verglichen. In Wolfsburg zahlt eine Familie für einen 14-tägigen Vollservice 128,40 Euro. Die gleiche Familie muss in Bremen deutlich tiefer in die Tasche greifen. In Bremen fallen für den vergleichbaren Service 276,90 Euro an. Mit der jetzt von der Umwelt- Deputation vorgeschlagenen Erhöhung für Bremen würde das Mehrkosten von weiteren rund 14 Euro pro Jahr für einen Vier-Personen-Haushalt bedeuten.

Wohnen wird immer teurer

Die Gründe für diese Differenzen zwischen den einzelnen Kommunen müssen nach Ansicht von Haus & Grund Bremen offengelegt werden. Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf, zu analysieren, warum die Kostenbelastungen in Bremen weiterhin um mehrere Hundert Euro von denen anderer Städte abweichen, immer weiter erhöht werden und nicht an einer Senkung der Gebühren gearbeitet wird. Die Kosten des Wohnens steigen in Bremen seit Jahren. Die Nebenkosten sind dabei zu einem immer größeren Preistreiber geworden. Die Bürgerinnen und Bürger stehen dem ohnmächtig gegenüber, da die Kostenstrukturen schwer durchschaubar sind und die betroffenen Familien häufig nicht einmal durch eine Änderung ihres persönlichen Verhaltens die Gebührenhöhe reduzieren können. 

Wir wollen Transparenz. Wir wollen, dass Bremen seine Dienstleistungen für die Bürger günstiger, flexibler und transparenter anbietet. Damit könnte die Politik einen erheblichen Beitrag zur Verringerung der Wohnkosten leisten. Bremen mit Platz 64 von 100 verglichenen Städten liegt in dem Müllgebührenranking weiterhin ganz hinten.

Haus & Grund Bremen e.V.

Tipp:

Einen Index-Rechner finden Sie unter: www.haus-und-grund-bremen.de/kooperationspartner.html