Mieten und Immobilienpreise

Mieten steigen langsamer als Kaufpreise

Die Preise von Miet- und Eigentumswohnungen sowie von Ein- oder Zweifamilienhäusern legen im Durchschnitt aller Baujahre weiter zu, stellt das Analysehaus Empirica fest. Beide Immobilienpreisindizes sind gegenüber dem letzten Quartal um 3,5 Prozent gestiegen. Auch die Mietpreise ziehen weiter an. Mit einem Prozent Wachstum gegenüber dem letzten Quartal fällt der Anstieg allerdings erheblich schwächer aus als bei Eigentumswohnungen und Ein- oder Zweifamilienhäusern.

Neubauten

Die Immobilienpreisindizes neu gebauter Wohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser erklimmen ebenfalls neue Höchstwerte. Im dritten Quartal 2020 liegen neu gebaute Eigentumswohnungen 2,7 Prozent über dem Niveau des letzten Quartals, auch neu gebaute Ein- oder Zweifamilienhäuser liegen 3,3 Prozent darüber. Mit einem Prozent fällt der Zuwachs bei neu gebauten Mietwohnungen erneut am geringsten aus.

Schwacher Zuwachs bei Mietpreisen

Der einprozentige Zuwachs der inserierten Mietpreise im Neubau ist sowohl in den kreisfreien Städten, als auch in den Landkreisen festzustellen. Im Jahresvergleich gegenüber dem dritten Quartal 2019 beträgt der deutschlandweite Anstieg 3,7 Prozent. Damit haben in den letzten zehn Jahren die Neubaumieten in Deutschland um 35 Prozent zugelegt. Im Vergleich der zehn teuersten Städte im Kaufpreis-Ranking ist Heilbronn wieder vertreten; Heidelberg rutscht dafür raus. Hamburg und Düsseldorf tauschen die Plätze. Wiesbaden verliert zwei Plätze, Berlin und Freiburg machen dafür jeweils einen Platz gut.

Verdoppelung der Kaufpreise von Eigentumswohnungen in zehn Jahren

Für neu gebaute Eigentumswohnungen nimmt die Kaufpreis-Rallye weiter ihren Lauf, wie die Daten von Empirica zeigen. In den kreisfreien Städten ziehen die Kaufpreise derzeit um 2,4 Prozent im Quartalsvergleich an. Auch in den Landkreisen liegt der Anstieg bei 3,0 Prozent. Bundesweit sind die Preise um 8,6 Prozent gestiegen: um 8,9 Prozent in den kreisfreien Städten und um 8,4 Prozent in den Landkreisen. Blickt man auf die letzten zehn Jahre, sind die inserierten Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen deutschlandweit um 90 Prozent gestiegen. In den kreisfreien Städten haben sie sich damit mittlerweile mit 110 Prozent mehr als verdoppelt. In Landkreisen haben sie im selben Zeitraum nur um 77 Prozent zugelegt.

Kaufpreise von Ein- und Zweifamilienhäusern steigen weiter

Die deutschlandweite Preissteigerung neuer Ein- und Zweifamilienhäuser um 3,3 Prozent gegenüber dem letzten Quartal teilt sich auf die Landkreise mit 3,6 Prozent und die kreisfreien Städte mit 3,1 Prozent auf. Gegenüber dem dritten Quartal 2019 haben die Preise somit bundesweit im Jahresvergleich um 9,9 Prozent zugelegt, dabei um 8,8 Prozent in den kreisfreien Städten und 10,8 Prozent in den Landkreisen. In den letzten zehn Jahren sind die inserierten Kaufpreise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland um 83 Prozent gestiegen, in den kreisfreien Städten um 92 Prozent und in Landkreisen um 76 Prozent.

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