Photovoltaikanlagen boomen – doch sind die Anlagen versichert?

Strom selbst produzieren

Die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen steigt. Vielerorts können Anlagenbauer keine Termine für dieses Jahr mehr anbieten. Ein Grund sind sicherlich die gestiegenen Energiepreise. Außerdem gibt es viele – leider begrenzt verfügbare – Fördermöglichkeiten für Investitionen in Erneuerbare Energien.

Immobilienbesitzer sollten schnell sein, wenn sie Fördermittel beantragen möchten. Einzelne Bundesländer haben bereits die Pflicht zu Solaranlagen gesetzlich vorgesehen oder diese in Planung.

Photovoltaik – was ist das?

Unter dem Begriff Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom. „Photo“ leitet sich vom griechischen Wort für Licht ab. „Voltaik“ bezieht sich auf die Einheit für die elektrische Spannung, auf Volt. Das heißt, durch Photovoltaik können wir die Energie der Sonne nutzen, um Strom für unseren täglichen Bedarf zu erzeugen. Photovoltaikmodule werden an einem sonnigen Platz montiert, i.d.R. auf dem Dach. Die ideale Ausrichtung hat ein nach Süden ausgerichtetes Dach, aber auch Südost- und Südwest-Lagen bringen gute Ergebnisse. Außerdem ist die Dachneigung von Bedeutung: ein Neigungswinkel zwischen 30 und 35 Grad gilt als optimal. Schattenwurf durch Bäume oder die umgebende Bebauung sind hingegen nachteilig.

Einspeisung oder Eigenverbrauch?

Ist die Photovoltaikanlage erst einmal auf dem Dach installiert, versorgt sie einen Haushalt für 30 Jahre oder länger mit günstigem Ökostrom und hilft auch Stromkosten zu sparen. In der Regel hat sich eine Photovoltaikanlage nach 10 bis 12 Jahren amortisiert. Dabei stellt sich die Frage, ob mit dem selbst produzierten Strom durch die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz Geld verdient oder Stromkosten durch den Eigenverbrauch gespart werden sollen.

In den letzten Jahrzehnten ist der Strompreis nahezu kontinuierlich gestiegen. Lag er im Jahr 2000 noch bei durchschnittlich 13,94 Cent pro Kilowattstunde, betrug er 2020 31,81 Cent pro Kilowattstunde – eine Steigerung um rund 128 Prozent! 2021 lag der Preis bei 32,19 Cent und im März 2022 werden pro Kilowattstunde Strom schon rund 36 Cent aufgerufen.

Demgegenüber stehen die Kosten pro Kilowattstunde für den selbst produzierten Solarstrom. Diese liegen nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts zurzeit bei 8 bis 12 ct/kWh. Das sind rund zwei Drittel weniger als bei Bezug aus dem öffentlichen Stromnetz. Das Einspeisen von Solarstrom in das öffentliche Stromnetz lohnt sich allerdings nicht mehr, denn der Betrag pro Kilowattstunde lag im März 2022 nur noch bei knapp 7 Cent.

Der passende Versicherungsschutz

Informieren Sie vor Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage auf jeden Fall Ihren Wohngebäudeversicherer. Der mögliche Versicherungsschutz bei der GEV umfasst z.B. Diebstahl, Sturmund Feuerschäden, Überspannungsschäden, Kurzschluss und Überstrom. Ebenso können Ertragsausfälle mitversichert werden, wenn die Anlage aufgrund eines Schadeneintrittes durch eine versicherte Gefahr (wie Sturm) keinen Strom erzeugen kann. Von der Anlage selbst können ebenso Gefahren für Dritte ausgehen, zum Beispiel, wenn sich infolge eines Sturms Teile der Anlage lösen und fremdes Eigentum beschädigen. Hier bietet Ihnen die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung der GEV Versicherungsschutz bei Schäden durch die PV an Dritten. Lassen Sie sich beraten.

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