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Bremen bekommt mehr grüne Dächer

Neues Ortsgesetz

SPD und Grüne einigen sich auf ein Ortsgesetz, das die Begrünung für neue Gebäude ab 100 Quadratmetern zur Pflicht macht. Nach zahlreichen Diskussionen gibt es nun ein Ortsgesetz, das regelt, wie Dächer und Freiflächen in Bremen grün werden sollen.

Das Gesetz sieht vor, dass für neue Gebäude mit Flachdächern ab 100 Quadratmetern die Begrünung zur Pflicht wird. Ausgenommen von dieser Regel bleiben allerdings Reihenhäuser und Hallendächer, bei denen die Begrünung hohe Kosten verursachen könnte. Vor allem die Gewerbebauten wollten die Sozialdemokraten nicht mit einbeziehen, weil nicht abzuschätzen sei, wie hoch die zusätzlichen Kosten werden. Zudem wird bei Neubauten die Bepflanzung von Freiflächen verpflichtend, um in der verdichteten Stadt mehr Lebensraum für bedrohte Insekten zu schaffen und die Versickerung von Wasser zu fördern. Begehbare Flachdächer könnten mit den Pflanzen auch als attraktive Erholungsorte genutzt werden. Nicht zuletzt filtern Gründächer Schadstoffe aus der Luft.

Dazu Dipl.-Ing. Andreas Schemmel, 1. Vorsitzender Haus & Grund Bremen e.V.

schemmel

„Haus & Grund Bremen hat vor Erlass des Ortsgesetzes im Rahmen einer Anhörung ausführlich Stellung zum Gesetzesentwurf bezogen. Hierdurch konnte z.B. erreicht werden, dass die Vorgabe von bestimmten Pflanzen – welche noch in der Ursprungsfassung enthalten waren – nicht mit in das Gesetz aufgenommen wurden. Als bestellter Sachverständiger habe ich häufig mit Schäden an begrünten Flachdächern zu tun.

In der Regel sind sogenannte Allmählichkeitsschäden festzustellen. Das heißt, dass bei begrünten Dächern Schäden auch bei regelmäßig durchgeführten Begehungen frühzeitig nur schwer oder gar nicht erkannt werden können. Die Schadstellen an den Dichtungsbahnen sind in der Regel durch die Begrünung bedeckt. Kommt es dann zu einem Wassereindrang wird dieser oft erst sehr spät an den Dachunterseiten erkennbar. Oft sind insbesondere bei Holzbalkendecken dann Totalschäden die Folge.“