Schäden am Hausrat - Hausratversicherung

Ersatz von Eigentum zum Neuwert

Schäden am Hausrat durch Brand, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie Einbruchdiebstahl sind durch eine bestehende Hausratversicherung abgedeckt. Für den Fall der Fälle ist das für Eigentümer beruhigend.

Wer einmal den Wert seines Hausrats in den eigenen vier Wänden zusammenrechnet, stellt schnell fest, dass ein kleines Vermögen zusammenkommt. Durch einen Einbruchdiebstahl, Brand oder Wasserschaden kann dieses Vermögen schnell minimiert – oder gar gänzlich zerstört werden.

In solchen Fällen springt die Hausratversicherung ein, sodass zumindest der materielle Verlust ersetzt wird, wenn schon nicht der ideelle. Versichert ist dabei alles Bewegliche innerhalb des Hauses. Übrigens handelt es sich bei der Hausratversicherung um eine Neuwertversicherung. Das bedeutet, dass die Versicherung im Schadensfall die aktuellen Kosten für die Neuanschaffung der jeweiligen Gegenstände in gleicher Art und Güte ersetzt.

Abgrenzung zur Gebäudeversicherung

Im Gegensatz zur Hausratversicherung hilft die Wohngebäudeversicherung bei Schäden am Gebäude oder an fest verbautem Inventar. Oft sind die Übergänge aber fließend: So sind beispielsweise Einbauküchen grundsätzlich über die Hausratversicherung abgesichert. Erleidet nun ein Wohngebäude einen Schaden, zum Beispiel einen Rohrbruch, greift die Gebäudeversicherung. Doch meistens ist der Hausrat nicht unerheblich mitbetroffen, der aber über die Gebäudeversicherung nicht mitversichert ist. Gut dran ist in diesem Fall derjenige, der über beide Versicherungen verfügt.

Bargeld und Schmuck

Für Bargeld gibt es oftmals eine Entschädigungsobergrenze, das heißt, es wird nur ein gewisser Betrag zurückgezahlt. Dieser liegt meistens zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Wo genau die Obergrenze liegt, können Versicherte in der Regel in ihrem Versicherungs-Tarif nachlesen. Wird bei einem Einbruchdiebstahl Schmuck entwendet, leisten Hausratversicherungen ebenfalls meist nur bis zur Höhe einer vertraglich festgelegten Obergrenze. Diese bewegt sich meist bei 15 bis 25 Prozent der Versicherungssumme. Liegt diese beispielsweise bei 100.000 Euro, so wird im Schadensfall ein Wert von maximal 25.000 Euro ersetzt.

Tipp

Die Hausratversicherung kann bei Einbruch Beweise verlangen, ob es die aufgelisteten Wertgegenstände tatsächlich gegeben hat. Das können zum Beispiel Kaufbelege oder Schnappschüsse sein, auf denen zu erkennen ist, dass sich der Gegenstand in der Wohnung befand. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, fotografiert vorsichtshalber Rechnungen, Wertgegenstände und alles, was in der Wohnung lieb und teuer ist und speichert sie in einer Cloud ab.

Einfacher Diebstahl ist nicht mitversichert

Bei einem Einbruchdiebstahl gilt grundsätzlich: Alle gestohlenen Gegenstände werden von der Hausratversicherung voll ersetzt. Bei einfachem Diebstahl oder bei Trickdiebstahl zahlt die Hausratversicherung jedoch in der Regel nicht. Diese Art von Diebstahl liegt vor, wenn keine Gewalt angewendet wurde, um an das Diebesgut zu gelangen oder fahrlässig vom Eigentümer gehandelt wurde.

Beispiel:
Ist ein Fenster oder die Balkontür bei Verlassen der Wohnung gekippt und verschafft sich der Einbrecher durch diese Eintritt, zahlt die Hausratversicherung in der Regel nicht. Gelangt der Einbrecher durch Aufbrechen der Tür in die Wohnung, zahlt die Versicherung trotz gekippter Fenster oder Balkontür. Bei manchen Versicherungsanbietern lassen sich aber beide Diebstahlarten über einen Zusatzbeitrag mitversichern.