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Tresor oder Attrappe? Alarmierende Tests bei Billigprodukten

Wer einen Tresor kauft, sucht Sicherheit. Und erreicht oft genau das Gegenteil. Alarmierende Tests des VdS Schadenverhütung Köln zeigen, dass viele Modelle allenfalls als Attrappen taugen. Schon mit einfachstem Werkzeug öffneten Tester diese Tresore in Sekunden. Rosige Zeiten für Einbrechter: Ihnen serviert man darin die komplette Beute auf dem Silbertablett.

 

Preiswerte Tresore sind überall im Handel. Sicherheit ab 50 Euro – das klingt verlockend. Doch der Kauf kann teure Folgen haben. Denn niemand kontrolliert den tatsächlichen Sicherheitsgrad dieser nicht klassifizierten Produkte. Der Käufer vertraut, verliert im Ernstfall vieles und bekommt möglicherweise auch noch Probleme mit der Versicherung. Nur nach der EN-Norm zertifizierte Qualitätstresore halten, was sie versprechen. Denn diese Norm garantiert die genannte Sicherheitsstufe.

 

Es empfiehlt sich die Beschaffung eines Tresors bzw. Wertschutzschrankes.

 

Sind im Haushalt höhere Werte an Bargeld, Schmuck, Briefmarken, Münzen oder wichtige Dokumente vorhanden, bietet sich die Anschaffung eines Wertschutzschrankes an. Über den Einbruchschutz hinaus können Wertschutzschränke durch zusätzliche spezielle Konstruktionsmerkmale ihren Inhalt auch gegen Hitzeeinwirkung durch Brände schützen.

 

Entsprechend ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Einbruch werden Wertschutzschränke den VdS-Widerstandsgraden N und I bis X zugeordnet. Für Anwendungsfälle im Privatbereich werden im Regelfall Wertschutzschränke mit den Widerstandsgraden N, I oder II ausreichend sein. Ggf. sollte mit dem Versicherer Rücksprache gehalten werden.

 

Bitte beachten Sie:

  • Wertschutzschränke sind kein Ersatz für eine mechanische Grundsicherung. Zusätzlich zur mechanischen Absicherung kann auch eine Überwachung durch geprüfte und anerkannte Einbruchmeldetechnik sinnvoll sein.
  • Deutlich sichtbar aufgestellte Wertschutzschränke können den Anreiz zum Einbruch erhöhen. Sie sollten daher möglichst verdeckt untergebracht werden.
  • Einbrecher, die einen Wertschutzschrank vorfinden, suchen erfahrungsgemäß intensiv und rücksichtslos nach dem zugehörigen Schlüssel. Daher ist ein Wertschutzschrank mit einem Zahlenkombinationsschloss zu bevorzugen.
  • Der Umgang mit Schlüsseln oder Zahlenkombinationen für Wertschutzschränke erfordert äußerste Sorgfalt. Wertschutzschrank-Schlüssel dürfen bei Abwesenheit niemals in der Wohnung aufbewahrt werden. Dasselbe gilt für „Merkzettel“ mit Zahlenkombinationen.
  • Grundsätzlich sollte beim Kauf eines Wertschutzschrankes bedacht werden, dass es sich bei diesem um ein sehr langlebiges Produkt handelt. Daher sollte ein Wertschutzschrank gewählt werden, dessen Innenraum ausreichend dimensioniert ist, so dass er auch noch in einigen Jahren den gestiegenen Bedürfnissen gerecht wird. Ein Wertschutzschrank sollte zumindest ausreichend groß sein, um auch Aktenordnunger, z. B. für Rentenunterlagen, Verträge usw. aufnehmen zu können.

 

Kennzeichnung

Alle VdS-anerkannten Wertschutzschränke werden werkseitig mit einer Prüf- und Anerkennungsplakette gekennzeichnet. Auf dieser Plakette, die an der Innenseite des Schrankes befestigt ist, sind wichtige Produktdaten vermerkt. Wertschutzschränke, die eine solche Plakette nicht aufweisen, sind in keinem Fall VdS-anerkannt.

 

Befestigung

Erfahrungen der Versicherer und der Polizei belegen, dass selbst Wertschutzschränke mit einem Gewicht von mehreren 100 kg, wenn sie nicht an Ort und Stelle zu öffnen sind, häufig einfach mitgenommen und an anderer Stelle geöffnet werden. Daher wird dringend empfohlen, alle Wertschutzschränke unter 1000 kg Gewicht zu verankern. VdS-anerkannte Wertschutzschränke unter 1000 kg bieten serienmäßig Verankerungsmöglichkeiten an.

Freitag, 30.07.2010
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