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Nachbar schafft Sicherheit

Nachbar schafft Sicherheit

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Aufmerksamkeit schützt vor Einbrechern

Es gibt keine Entwarnung für Hausbesitzer und Wohnungseigentümer. Innerhalb der letzten fünf Jahre ist die Zahl der Wohnungseinbrüche deutschlandweit um 35 Prozent gestiegen. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Sicherheitstechnik und durch aufmerksames Verhalten können im Schnitt 40 Prozent der Einbruchsversuche verhindert werden. Ein wichtiger Sicherheitsfaktor – gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit – ist eine gute Nachbarschaft.

Nachbarn sind mehr als nur die Leute von nebenan. Man kennt sich, spricht miteinander und ist meist mit kleinen Gefälligkeiten füreinander da. Und Nachbarn können auch Schutz vor Kriminalität geben. Denn wer aufmerksam ist, wird schnell bemerken, wenn jemand Fremdes durch das Haus geht, beobachtend oder grundlos wartend auf der Straße steht oder ein Auto mit auswärtigem Kennzeichen und unbekannten Personen langsam durch das Wohngebiet fährt. Sind es Besucher, die jemanden suchen, ist es ein Handwerker oder …?

Dabei geht es nicht um Ausspionieren oder Schnüffeln, sondern um Aufmerksamkeit, Sicherheit und Verantwortung. Ein achtsames, respektvolles Miteinander und Hinsehen kennzeichnen eine gute Nachbarschaft, die bei Zweifeln lieber einmal mehr nachfragt und hinsieht. Nicht zuletzt steigert sie das Wohlfühlen im eigenen Wohnbereich. Ein freundliches „Suchen Sie jemanden?“ oder „Kann ich Ihnen helfen?“ erfreut einen ehrlich Suchenden und schreckt meist einen potenziellen Einbrecher ab.

Verdächtig ist es natürlich, wenn Fensterscheiben klirren, Türholz splittert oder sonstige ungewohnte Geräusche an anderen Wohnungstüren oder aus anderen Wohnungen zu hören sind. Sie können von Handwerkern stammen, aber eben auch von Einbrechern, die sich mit Gewalt Zugang zu Wohnungen in Ihrer Nachbarschaft verschaffen.

Oftmals läuten ungebetene Fremde an mehreren Wohnungen, um festzustellen, ob und wo jemand zu Hause ist. Ein flackerndes, abgeschirmtes Licht, das in der Dunkelheit aus einem Ladengeschäft oder aus dem Nachbarhaus zu sehen ist, kann auf einen Einbruch hindeuten. Ein Indiz ist auch, wenn Unbekannte ohne ersichtlichen Grund auf der Straße, im Hausflur oder Auto warten – vielleicht stehen sie für jemanden Schmiere. Häufig markieren Einbrecher mit speziellen Zeichen, sogenannten Gaunerzinken, auf der Straße, wo es etwas zu holen gibt und ob man unbeobachtet „arbeiten“ kann.

Viele Einbrüche wurden und werden durch aufmerksame Nachbarn verhindert. Vielfach führen diese Beobachtungen sogar zur Festnahme von Straftätern. Deshalb ist der Kontakt unter Nachbarn wichtig und sinnvoll, was nicht heißt, dass man permanent zusammen sein muss. Doch ist man zum Beispiel im Urlaub oder muss ins Krankenhaus, ist es gut, den Nachbarn zu informieren und ihn zu bitten, ein Auge auf die Wohnung haben, sie vielleicht auch zu betreuen, die Blumen zu gießen, den Briefkasten zu leeren und einfach mal nach dem Rechten zu schauen. Der Austausch von Telefonnummern kann im Falle eines Falles hilfreich sein.

Und wenn einem etwas seltsam oder ungewöhnlich vorkommt, dann gilt es gezielt zu reagieren, wie zum Beispiel:

  • die Polizei über verdächtige Beobachtungen zu informieren
  • Kennzeichen und Beschreibungen verdächtiger Autos bzw. Personen zu notieren
  • bei Gefahr oder dringenden Verdachtsfällen sofort die Polizei über den Notruf 110 zu alarmieren

Auch wenn es ein Fehlalarm ist: Lieber einmal mehr melden als einmal zu wenig. Übrigens: Der Notruf sowie der Einsatz der Polizei sind kostenlos.

Und wenn doch ein Langfinger einbricht, dann bieten die Wohngebäude- und die Hausratversicherung Schutz - zumindest gegen die finanziellen Folgen.

Weitere Informationen unter www.get-service.de

Quelle: Grundeigentümer-Versicherung