Brücken und Bänke im Bürgerpark
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„Einer für alle, alle für Einen“… diese bremisch-hanseatische Tradition ist in der Geschichte unseres Bremer Bürgerparks an vielen Stellen spürbar.
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Seit Generationen unterstützen viele Bremer „ihren“ Park, davon zeugen die Namen auf den vielen gestifteten Bänken und Brücken, von denen uns Bürgerparkdirektor Werner Damke einige während eines gut zweistündigen Spaziergangs zeigte und uns dazu viele interessanten Geschichten erzählte.
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Unser erstes Ziel war der Markusbrunnen, der 1889 anläßlich der Gewerbe- und Industrieausstellung von Bürgermeister Markus gestiftet wurde. Ganz in der Nähe steht die Hollerbank, die sich leider nicht mehr im Originalzustand befindet. Diese Bank wurde gestiftet vom Kaufmann Hermann Holler, der im übrigen auch die Holler- und die Parkallee bepflanzen lassen hat.
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Vorbei an einer blühenden Strauchkastanie ging es über den neu gestalteten Spielplatz zu den zwei Aselmeyer-Brücken beim Emmasee. Beide Brücken wurden vor kurzem saniert. Für diese jetzigen Steinbrücken (ursprünglich aus Holz) mit Jugendstilgeländer wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von Frau Emma Aselmeyer, die Witwe eines bremischen Konsuls, 4.000 Mark gespendet. Das damalige Honorar für den Architekten dieser Brücken betrug 189 Mark!
Ganz in der Nähe steht die Emma-Bank aus dem Jahre 1868, gestiftet von Gräfin Emma. Damit ist diese Bank das zweitälteste Bauwerk im Park (das älteste ist im übrigen das Café-Haus). An der Bank befindet sich ein besonderes Merkmal: eine Hochwassermarkierung. Im Jahre 1880 gab es einen Wasserstand von 1,80 m über normal. Das Wasser kam nicht aus der Weser, sondern aus der Wümme!
Über den Hauptweg durch den Bürgerpark erreichten wir das wohl bekannteste Bauwerk im Bürgerpark: die Melchersbrücke aus Sandstein, gestiftet von dem in Bremen bekannten Schifffahrts- kaufmann Carl Melchers. Sie befindet sich als Sichtachse zwischen Parkhotel und Munte in der Parkmitte. Die Sanierung der Brücke wurde vor kurzem aus Anlass des 100jährigen Bestehens der Firma Melchers auf deren Kosten übernommen.
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Im Eichenhain (hier stehen 19 verschiedene Sorten Eichen) steht die Heine-Bank im Jugendstil mit sehr schönen Reliefmedaillons. Diese Bank wurde 1904 vom Literarischen Verein gespendet, im Krieg zerstört und 1989 als Rekonstruktion wieder aufgebaut. Von der Originalbank existiert nur noch eine Postkarte. Über die Marie Bergmann Brücke, an dieser Stelle stand früher die Rickmers-Brücke, führte uns der Weg zu der wohl größten Bank im Bürgerpark: die Amelie Ziermann-Bank in halbrunder Form aus dem Jahre 1893. Wie Sie auf dem Foto erkennen können, passen 20 Personen auf diese Bank, leider immer noch zu klein für unsere Haus & Grund-Runde.
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Das erste Grollen war in weiter Ferne schon zu hören, aber noch war es trocken und so ging es zu dem wunderschönen Hainbuchen-Laubengang mit verschieden großen schmiedeeisernen Kulenkamp-Bänken. Weiter ging es zur Marie Sagehorn-Bank aus dem Jahre 1894 in der Nähe des Alten Schießhauses, das heute noch von Park-Mitarbeitern bewohnt wird. Unser vorletztes Ziel führte uns zur Hachez-Brücke, errichtet 1897, gestiftet von dem Namensgeber, der Chokoladenfabrik in der Neustadt. Im Jahre 1911 wurde die Brücke für den Motorboot Pendelverkehr zwischen dem Café-Haus am Emmasee und der Meierei verbreitert.
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Die letzte Bank, die wir ansteuerten, war die Früßmersbank aus dem Jahre 1907 gegenüber dem ehemaligen Aussichtsturm. Diese schmiedeeiserne Bank mit Mahagoniholz wurde gerade restauriert. Das Original-Mahagoniholz aus dem Jahre 1941, das jahrelang übergestrichen war, wurde nun in der eigenen Tischlerwerkstatt wieder in den Ursprungszustand gebracht. Dadurch sieht diese Bank wieder sehr edel aus.
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Das war es nun mit unserem Rundgang. Direktor Damke hat uns viele interessante Geschichten erzählt und für uns Haus & Grund’ler stand mal wieder fest, dass eine Spende für den Bürgerpark immer sinnvoll ist. Diejenigen, die sich dann zum Kaffeetrinken in die Meierei begaben, hatten die richtige Entscheidung getroffen. So entkamen sie dem Gewitter mit Dauerregen, der gleich nach unserem Spaziergang auf einige von uns niederprasselte. |