Seit mehr als sieben Jahren werden die ersten zwei Plätze im Mietpreisranking von den Städten München und Frankfurt am Main belegt. Hamburg kann den dritten Platz im Ranking nun schon im fünften Quartal nacheinander verteidigen. Ebenfalls unverändert belegt Heidelberg den vierten Platz, innerhalb der Top Ten tauschen nur Düsseldorf – vormals fünf, nun acht – und Freiburg die Plätze.
Mietpreissteigerungen auf Jahresfrist bei +1,5 Prozent
Der weiterhin festzustellende allgemeine Trend zu höheren Mieten in Großstädten sorgt dafür, dass nun für neun Städte eine Miete von 10 Euro oder mehr zu vermelden ist: zu München, Frankfurt am Main, Heidelberg, Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf, Darmstadt und Wiesbaden ist Mainz gestoßen.
 Empirica vermeldet im beobachteten Segment für diesen Standort genau 10 Euro. Nach wie vor Spitzenreiter des Rankings ist die Isar-Metropole München mit einem Quadratmeterpreis von 12,89 Euro. Obwohl für die Mietpreise im Bundesdurchschnitt eine Steigerung von 0,2 Prozent zum Vorquartal und von 1,5 Prozent zum Vorjahresquartal aufweisen, so hat sich die Geschwindigkeit der Steigerung deutlich verringert. Im ersten Quartal 2011 konnte noch eine Steigerung von 3,1 Prozent konstatiert werden, im vierten Quartal 2010 betrug sie sogar noch 5,8 Prozent.
Die nachlassende konjunkturelle Dynamik lässt darüber hinaus eher erwarten, dass die Mietsteigerungen in absehbarer Zeit nicht wieder höher ausfallen, sondern in bescheideneren Bahnen verlaufen werden. Aktuell ist dies bereits in den von empirica beobachteten Landkreisen der Fall: der Mietzuwachs betrug im Vergleich zum Vorquartal nur 0,4 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresquartal ebenfalls lediglich magere 0,8 Prozent.
Verbesserungen im Ranking bei Karlsruhe und Ulm
Bemerkenswerte Verbesserungen im Ranking können im dritten Quartal 2011 allerdings für die Städte Karlsruhe und Ulm festgestellt werden. In Karlsruhe stieg die beobachtete Miete binnen Jahresfrist von 8,74 auf 9,46 Euro. Dies ist ein Anstieg um 8,2 Prozent. Für Karlsruhe bedeutete dies den Aufstieg von Rang 19 auf Rang 11. Um zehn Plätze konnte sich Ulm verbessern: von Rang 25 auf 15. Die Miete stieg in diesem Fall von 8,31 auf 9,33 Euro an, ein Plus von 12,2 Prozent
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Preise für Eigentumswohnungen weiterhin mit stärkeren Anstiegen
Auch im Markt für Eigentumswohnungen ist München als Spitzenreiter unangefochten, auf den folgenden Plätzen gibt es aber deutlich mehr Bewegung als im Mietpreisranking. Obwohl die beobachteten Landkreise im Vergleich zum Vorjahresquartal mit einem im Vergleich zum Mietpreisranking beachtlichen Zuwachs von 3,6 Prozent aufwarten, so vergrößert sich der Abstand zum Zuwachs bei den kreisfreien Städten weiterhin. Für Letztere betrug der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr im dritten Quartal 2011 stattliche 6,7 Prozent!
Markt für Eigentumswohnungen
In München schlägt jeder Quadratmeter einer Eigentumswohnung im Berichtsquartal mit 4.171 Euro zu Buche. Dies ist ein Zuwachs von 12,6 Prozent zum Vorjahreswert und untermauert eindrucksvoll Münchens einzigartige Stellung unter den regionalen Immobilienmärkten Deutschlands. Auf dem zweiten Platz folgt Hamburg mit einem ermittelten Durchschnittspreis von 3.252 Euro und einem Zuwachs von ebenfalls starken 11,2 Prozent im Jahresvergleich. Hamburg verteidigt den zweiten Platz im Ranking damit nun bereits zwei Jahre.
Die bereits erwähnte deutliche Bewegung ist dabei regional gesehen ausschließlich durch bayerische Städte verursacht, und diese fallen einmal mehr mit starken Preisanstiegen auf. Allen voran ist Bamberg zu nennen. Die Preise in der oberfränkischen Universitätsstadt stiegen binnen Jahresfrist um unglaubliche 25,5 Prozent an; dies bedeutete den Aufstieg in die Top Ten des Rankings. Die Entwicklung brachte Bamberg innerhalb eines Jahres von Rang 29 auf Rang 7, der Quadratmeter kostet nun 2.862 Euro, 581 Euro mehr als im Jahr 2010.
Als zweiter Aufsteiger des Quartals muss die Stadt Rosenheim gelten, die sich von Platz 12 auf Platz 10 verbesserte. Der Preisanstieg betrug hier 269 auf nun insgesamt 2.781 Euro je Quadratmeter. Auf wesentlich schlechteren Positionen findet man im aktuellen Bericht im Vergleich zum Vorjahr dagegen Baden-Baden und Heidelberg. Trotz eines Preisanstiegs von 2.728 auf 2.777 Euro rutschte Baden-Baden vom siebenten auf den elften Platz ab. Schlimmer traf es den Markt für Wohnungseigentum in Heidelberg: der Rückgang der Preise von 2.748 auf 2.598 Euro – 5,4 Prozent – in den letzten zwölf Monaten zeichnet für den Sturz von Rang 4 auf 18 im Ranking verantwortlich.
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