Magazin November 2005
Genügend Wohnraum für Hartz IV Empfänger in Bremen?
Seit Monaten warten die Empfänger von Arbeitslosengeld II auf eine Entscheidung der Sozialbehörde, wie es um die geplanten Umzugsaufforderungen steht, die diejenigen zu befürchten haben, die zu große bzw. zu teure Wohnungen bewohnen.
Seit wenigen Wochen liegt zu diesem Thema eine Analyse der GEWOS Hamburg für die Stadt Bremen vor. Nach dieser Studie gibt es keine Wohnungsknappheit. Allerdings wurde ermittelt, dass etwa 12.430 sog. Bedarfsgemeinschaften zu teure bzw. zu große Wohnungen bewohnen, auf die nach § 8 Wohngeldgesetz festgelegten Mietobergrenzen bezogen.
Insgesamt, so die GEWOS, leben in Bremen etwa 13% der Bevölkerung in Bedarfsgemeinschaften. Somit benötigen insgesamt 41.860 Bedarfsgemeinschaften angemessenen Wohnraum in der Stadt Bremen.
In 64% aller Fälle handelt es sich um alleinstehende Personen.
Am stärksten vertreten sind Bedarfsgemeinschaften in den Wohngebieten Kattenturm, Ohlenhof, Tenever und Lüssum-Bockhorn, also Gebiete, die bereits heute von der Wohnsituation als problematisch einzustufen sind. |